„Viele Berufseinsteiger sind von den Führungskräften in den Unternehmen enttäuscht, wie eine Langzeitstudie zeigt. Sie halten ihre Vorgesetzten nicht für sehr mitarbeiterorientiert und vermissen bei ihnen wichtige ethische Werte.“
Der Artikel von Holger Rust im Oktober-Heft 2009 des Harvard Business-Manager beschreibt die Ergebnisse einer Studie des Instituts für Soziologie der Universität Hannover von 2000 bis 2009: Die amtierenden Manager schaffen es nicht, die Ansprüche zu erfüllen, die der Nachwuchs an eine ideale Führungskraft hat. Empathie und das Kämpfen für ethische und moralische Werte werden besonders vermißt. Manager bieten den Studierenden und Young Professionals damit keine geeigneten Vorbilder für ihr Berufsleben. Die Konsequenz ist, daß viele die qualifiziert wären, lieber auf eine Karriere in den entsprechenden Unternehmen verzichten und statt dessen eine Minderheit zahlenfixierter Pragmatiker bleibt. Die Lösung: Personaler und Recruiting-Spezialisten müssen eine Unternehmenskultur schaffen, die stärker als bisher werte- und mitarbeiterorientiert ist und ein hohes Maß an persönlicher Freiheit ermöglicht. Erst wenn die Personalabteilung zum strategischen Partner für die aktive Mitgestaltung des Unternehmens wird, werden die Unternehmen von der Loyalität und den vielfältigen Kompetenzen ihrer jungen Mitarbeiter profitieren können anstatt sie zu verlieren.

